Die Große Brücke ist ein historisch wichtiger Saaleübergang in Weißenfels, der seine Gestalt immer wieder geändert hat. Hier befanden sich über Jahrhunderte hinweg verschiedene Holzbrücken oder seit dem Jahr 1894 eine Brücke mit drei Metall-Fachwerkbogen oberhalb der Fahrbahn. Details zu diesen Brücken und ihren Nachfolgern kann man bei Karl-Heinz Bergk (Die Geschichte der "Großen Brücke", in: Weißenfelser Heimatbote 18 (2009) 4, S. 113-117) nachlesen.
Diese letzte Brücke wurde am 12. April 1945 durch die Wehrmacht gesprengt, so dass nach einigen Provisorien im Jahr 1951 mit dem Bau einer neuen Brücke begonnen werden musste. Die Eröffnung erfolgte erst 1952, da es während der Arbeiten zu einem Unfall mit einem Kran kam.
Der vorgesehene Neubau soll nach dem Wunsch der Stadt wieder Walther-Rathenau-Brücke heißen, da sie diesen Namen nach der Ermordung des Politikers erhielt und schon nach wenigen Jahren in Horst-Wessel-Brücke umbenannt wurde. Der Neubau wurde Brücke des Friedens getauft. Er verbindet Alt- und Neustadt miteinander. In direkter Nähe befindet sich die Dreizehnbogenbrücke der Eisenbahn und 300 Meter östlich die Pfennigbrücke für Fußgänger.