In der Marienstraße 13 in Weißenfels befand sich einst das Geburtshaus von Johanne Rosine Pätz (1774-1848). Im Jahr 1798 heiratete die Bäckerstochter in Leipzig Carl Friedrich Wilhelm Wagner (1770-1813), mit dem sie neun Kinder bekam. Das neunte Kind bekam den Namen Richard und wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren. Johannes Ehemann starb nur sechs Monate später während der Flecktyphus-Epidemie, die in der Folge der Völkerschlacht von Leipzig ausgebrochen war.
Im August 1814 heiratete Johanne den Maler, Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer (1779-1821), mit dem die Familie die folgenden Jahre in Dresden verbrachte. Richard Geyer, wie ihr Sohn nun zunächst hieß, lernte in Dresden u. a. Carl Maria von Weber (1786-1826) kennen, doch später kehrte die Familie nach Leipzig zurück, wo der Sohn sich 1828 nach seiner erneut verwitweten Mutter Richard Wagner (1813-1883) nannte. Er beschäftigte sich weiterhin mit Literatur und Musik und begann seine ersten Werke zu verfassen.
Das Geburtshaus von Johanne wurde im Jahr 1982 abgerissen, so dass man im Jahr 2012 an seiner Stelle einen größeren Stein mit Inschrift platzierte, der an die Mutter Wagners erinnern soll und im Jahr 2024 für die Abhaltung einer Gedenkfeier anlässlich des 250. Jubiläums ihres Geburtstages genutzt wurde.