Die neben dem Stadtjungen wohl originellste Plastik in Weißenfels ist der Mops mit der Zipfelmütze. Diese überlebensgroße Darstellung eines sitzenden Hundes befand sich seit 1928 am Sächsischen Hof am Markt von Weißenfels. Die Idee dazu hatten die befreundeten Industriellen Friedrich Oettler (Brauereibesitzer) und Ernst Nolle (Besitzer der hiesigen Ketten- und Nagelwerke), die sie als Blickfang für ein neues Hotel einplanten.
Im Sächsischem Hof am Markt von Weißenfels verbrachte die Schriftstellerin Louise von François (1817-1893) ihre Jugendjahre und in ihren Kindheitsaufzeichnungen beschrieb sie das Haus als magisch. Sie verglich es mit einem Mops mit einer Zipfelmütze, was den beiden Männern im Gedächtnis geblieben war. Beauftragt wurde Erich Haase (1892-1973), der in Weißenfels geboren wurde, und sich schon durch verschiedene Projekte in der Stadt und im Umland einen Namen gemacht hatte.
Bei der Sanierung des Hauses Sächsischer Hof im Jahr 2004 wurde die 1,8 m hohe Plastik vom Hinterhaus entfernt und danach nicht wieder angebracht, wie Gerhard Bach (Der arme Hund von Weißenfels, in: Weißenfelser Heimatbote 18 (2009) 4, S. 104) beschrieb. Nach längerem Streit darüber, ob die Hundefigur vor dem Gebäude aufgestellt werden sollte, wurde sie schließlich im Jahr 2014 saniert und auf die Hangmauer unterhalb des Schlosses verlegt. Dort hebt sich die Sandsteinplastik samt Postament nicht sonderlich gut von ihrem gleichfarbigen Hintergrund ab, so dass sie nur schlecht sichtbar ist wie seitdem häufiger beklagt wurde.