In Leißling gibt es verschiedene Kriegerdenkmäler. Sie erinnern an die Toten des Ersten Weltkriegs (Fenster der Kirche St. Marien) und an die Toten und Verwundeten der "Deutschen Einigungskriege". Drei Kriege des 19. Jahrhunderts werden unter dem Oberbegriff "Deutsche Einigungskriege" zusammengefasst, da sie als Meilensteine zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1871 gelten. Es sind dies die Kriege gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71). An die Toten erinnern in mehreren Ortsteilen von Weißenfels Denkmäler, etwa in Kriechau, Goseck oder Reichardtswerben.
In Leißling - wie zum Beispiel auch in Wengelsdorf - kam der Ort im Dänischen Krieg glimpflich davon, doch bereits im Krieg gegen Österreich starben zwei Leißlinger, in dem gegen Frankreich dann sogar vier. Karl August Helm nahm als Einziger an allen drei Kriegen teil, die Familie Busch hatte hingegen drei Tote und einen Verletzten zu betrauern. Früher wurde das Denkmal sogar auf Postkarten abgebildet. Errichtet wurde es im Jahr 1895, weshalb sich auch die Zahl "25" am Denkmal findet. Die Einweihung erfolgte am 1. September, an dem 1870 die vorentscheidende "Schlacht von Sedan" begann.